
Autor: snom technology AG
snom auf dem Campus
Dieter Roß, Leiter Finanzwesen und IT beim Studentenwerk Freiburg, stand
vor einer grundlegenden Entscheidung. Der über zehn Jahre laufende
Wartungs- und Betreuungs-Vertrag für die Siemens-Nixdorf-Telefonanlage,
die vom Studentenwerk mit seinen rund 400 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern genutzt wurde, lief 2007 aus. Sollte das Studentenwerk jetzt
weiterhin herkömmliche Telefonie einsetzen oder doch neue Wege in der
Sprachkommunikation beschreiten? Die Verantwortlichen – Dieter Roß und
seine Kollegen –kamen schnell zu dem Schluss, in Sachen Telefonie
zukünftig auf modernste Technologie, auf Voice over IP, zu setzen: „Unsere
alte, in die Jahre gekommene Telefonzentrale konnte mit den Anforderungen
an die heutige Telefonie einfach nicht mehr mithalten“, so Dieter Roß.
„Sie war zu teuer im Unterhalt und im Alltag zu unflexibel.“ Gemeinsam mit
dem IT-Dienstleister badenIT GmbH aus Freiburg realisierte das
Studentenwerk daraufhin eine VoIP-Telefonanlage mit der Open Source IP PBX
von Asterisk und mit modernen Telefonen des VoIP-Spezialisten und
Geräteherstellers snom technology AG aus Berlin.
Im Grunde ist das Studentenwerk Freiburg ein ausgewachsenes
mittelständisches Dienstleistungs-Unternehmen: Seine 400 Mitarbeiter sind
für die soziale Betreuung von mehr als 35.000 Studierenden an der
Universität Freiburg und an acht weiteren Hochschulen in der Region
verantwortlich. Das Studentenwerk finanziert sich durch eine Finanzhilfe
des Landes Baden-Württemberg, durch die Semesterbeiträge der Studierenden
und durch eigene Einnahmen aus Miete oder Gastronomie. Das Studentenwerk
hilft bei der Organisation alltäglicher Dinge rund um das Studium – und
tut dies an neun Hochschulen in Freiburg, Offenburg, Gengenbach,
Furtwangen, Kehl und in Villingen-Schwenningen. 35.000 Kunden im gesamten
badischen Raum – entsprechend hoch sind die Anforderungen, die das
Studentenwerk inzwischen an seine Kommunikationsinfrastruktur stellen
muss.

„Uns war eine flexible Technologie wichtig, die modulare Erweiterungen
gestatten sollte“, so Dieter Roß. „Herstellerunabhängigkeit und die
Möglichkeit, jederzeit Applikationen integrieren zu können, gehörten auch
zu unserem Anforderungsspektrum. Keinesfalls wollten wir uns wieder an ein
so proprietäres und unflexibles System binden, wie es unsere alte
Telefonanlage war.“ Eine für jede Nebenstelle integrierte individuelle
Mailbox gehörte genauso zu den Ansprüchen des Studentenwerks wie ein
zentraler Faxserver, der dafür sorgt, dass Faxe direkt vom PC empfangen
und versendet werden können. Auch eine CTI-Anbindung sollte den Anwendern
beim Studentenwerk die Arbeit erleichtern. Dank CTI – Computer Telefonie
Integration – können die Benutzer direkt aus Computerprogrammen auf ihrem
Desktop heraus Anrufe annehmen oder selbst tätigen. Auch die Vermittlung
von Telefongesprächen und Telefonkonferenzen ist per CTI möglich. Des
Weiteren bieten die meisten CTI Anbindungen auch die Möglichkeit, die
jeweiligen Telefonkontakte durch kurze Notizen auf dem neuesten Stand zu
halten – gerade bei sehr vielen Kontakten ist das oft ausgesprochen
hilfreich.
Das Studentenwerk setzte sich in der Folge mit einer ganzen Reihe
möglicher VoIP-Projektpartner in Verbindung. Der Freiburger Dienstleister
badenIT GmbH, ein Tochterunternehmen des südbadischen Energieversorgers
badenova, erhielt den Zuschlag. „badenIT hat uns einfach mit der größten
Kompetenz und dem besten Angebot überzeugt“, sagt Dieter Roß. Die
Spezialisten der badenIT waren es auch, die dem Studentenwerk den Einsatz
der IP-Telefonanlage von Asterisk vorschlugen, eine der führenden Open
Source IP PBX Lösungen weltweit. Ein besonderer Vorteil der Open
Source-Lösung von Asterisk: es gibt keinerlei Lizenzkosten, unabhängig
davon, wie viele Nebenstellen man an seine VoIP-Anlage sofort oder
zukünftig anbinden möchte. Auch von den VoIP-Telefonen von snom, die die
badenIT als Endgeräte empfohlen hatte, war das Studentenwerk nach einem
gründlichen Test rundum überzeugt. Die snom technology AG aus Berlin
gehört seit mehr als zehn Jahren zu den Vorreitern in der VoIP-Industrie.
snom entwickelt und produziert VoIP-Business-Telefone, die auf dem offenen
Standard SIP (Session Initiation Protocol) basieren und die für Qualität,
Benutzerfreundlichkeit und hohe Sicherheitsstandards bekannt sind.
Eine neue Technologie wie VoIP einzusetzen bedeutet nicht zwangsläufig,
sich komplett und über Nacht von der vorhandenen Hardware-Infrastruktur zu
trennen: badenIT und das Studentenwerk favorisierten eine sanfte Migration.
Im ersten Schritt testete die badenIT deshalb, ob das bestehende Netzwerk
des Studentenwerks grundsätzlich die für eine VoIP-Lösung nötige Kapazität
mitbrachte. Die Analyse der Netzwerkumgebung auf VoIP-Tauglichkeit verlief
zur Freude der Verantwortlichen positiv – auch ohne die neuesten Standards
war eine problemloser Wechsel auf VoIP und damit eine schrittweise
Umstellung möglich. Anschließend wurde die neue Asterisk IP PBX
vorkonfiguriert und für die Anbindung an die bestehende
Siemens-Telefonanlage vorbereitet. Für eine Übergangsphase sollten die
alte und die neue Technologie beim Studentenwerk noch parallel arbeiten.
Schließlich schaltete badenIT das neue System vor die bestehende
Telefonanlage. Nachdem diverse Tests und individuelle Anpassungen
durchgeführt waren, konnten sämtliche Gespräche über die Asterisk Anlage
eingehen und dann auf die zugeordneten Nebenstellen verteilt werden. Die
Mitarbeiter des Studentenwerks konnten dann Zug um Zug ihre alten
Systemtelefone durch die neuen snom VoIP-Telefone ersetzen. Erst nach
Ablösung des letzten Systemtelefons durch ein modernes snom Gerät wurde
die alte Telefonanlage beim Studentenwerk Freiburg endgültig abgeschaltet.
Die aktuelle VoIP-Lösung, die das Studentenwerk an seinem Hauptsitz nun
realisiert hat, verfügt über einen Multiplexanschluss mit 30
ISDN-Leitungen und über 110 snom Endgeräte. Im Einsatz sind drei
VoIP-Telefon-Modelle mit etwas unterschiedlichen Funktionen: das snom 300
als Basisprodukt, das alle wichtigen Office-Funktionen erfüllt; das snom
320, das zusätzlich über Funktionen wie Freisprechen und Dreierkonferenz
verfügt; und das snom 360, das schließlich auch komplexere
Telefon-Funktionen wie Details zu Anrufen und verschiedene
Konfigurationsmöglichkeiten bietet. Hilfsoptionen sind per Browser über
den angeschlossenen PC zugänglich. „Für die Mitarbeiter ist die Bedienung
des Telefons durch die Wählhilfe, das automatische Telefonjournal, die
Anzeige unbearbeiteter Anrufe oder die Anruferidentifikation sehr viel
einfacher und effizienter geworden“, sagt Dieter Roß. „Unsere Anwender
sind sehr zufrieden.“ Weitere Komfortmerkmale der snom Telefone wie ein
eigenes Telefonbuch im Endgerät, Rückruf-Funktionalitäten und die
Signalisierung von Voice-Mail-Nachrichten am Telefon optimieren das
Telefonieren zusätzlich. Auch die erweiterte Nutzung von
Mehrwert-Applikationen, etwa der Einsatz eines integrierten
Voice-Mail-Systems und einer CTI-Anwendung, sind nun möglich. Das
Voice-Mail-System zeigt eingegangene Sprachnachrichten über eine
Leuchtdiode am Endgerät an und verschickt sie auf Wunsch direkt per E-Mail
an den Benutzer. Zudem können die Mitarbeiter des Studentenwerks – per PIN
geschützt – auch jederzeit Fernabfragen über ihre eingegangenen
Nachrichten tätigen. Die CTI-Anwendung gestattet den Mitarbeitern
beispielsweise aus Microsoft Outlook heraus zu wählen. Dies funktioniert
über die sogenannte TAPI-Schnittstelle, das Telephony Application
Programming Interface. Ein Anruf kann dadurch auch direkt über das
Anklicken der Telefonnummer im Intranet des Studentenwerks erfolgen –
dafür wurde eine spezielle Funktion in die Telefonlisten integriert.
Durch die VoIP-Telefonanlage sind beim Studentenwerk Freiburg die gesamten
Abläufe rund ums Telefonieren einfacher, effizienter und komfortabler
geworden – auch die Verwaltung der Telefonanlage. Der Rat der badenIT, das
sehr offene und moderne Open-Source System Asterisk einzusetzen, erwies
sich als goldrichtig. Kundenspezifische Anpassungen ließen sich hier
problemlos vornehmen, und das Studentenwerk kann flexibel die Funktionen
einsetzen, die von den Mitarbeitern auch genutzt werden. So hat badenIT
beispielsweise speziell für das Studentenwerk eine Software zur zentralen
Konfiguration der snom Endgeräte und eine Administrationsoberfläche zur
Einrichtung von Nebenstellen entwickelt.
 snom 370 snow edition, Bild anklicken zum
Vergrößern
Durch die Adminoberfläche können die Administratoren des Studentenwerks
Nebenstellen selbstständig anlegen und typische Einstellungen wie Name,
Rufnummer, Berechtigungsstufe und Einstellungen zur Voice-Mail komfortabel
über eine Weboberfläche konfigurieren. Und all das geht intern und ohne
teure externe Technikerstunden, wie sie mit der alten Anlage notwendig
waren. Die Verantwortlichen des Studentenwerks selbst können die
VoIP-Telefone und die Nebenstellen ohne großen Aufwand zentral
administrieren und verwalten. Jedes Telefon wird im System angelegt und
bezieht nach dem ersten Start automatisch seine Einstellungen. So ist das
Gerät innerhalb von Minuten fertig konfiguriert und einsatzbereit. Auch
das Aufspielen neuer Firmwareversionen für die snom Telefone kann von
einem einzigen Administrationspunkt aus und vollkommen automatisiert
erfolgen. Möglich wird die zentrale Einrichtung und Konfiguration der
Endgeräte durch eine datenbankgestützte Anwendung. Die
Telefoneinstellungen werden dabei entweder als feste Vorgaben auf die
Endgeräte übertragen oder als Standardeinstellungen aufgespielt, die bei
Bedarf jederzeit durch den Endanwender überschreibbar sind – etwa für die
Auswahl eines individuellen Klingeltons.
„Bei badenIT haben wir zur rechten Zeit das optimale Know-how gefunden“,
sagt Dieter Roß vom Studentenwerk. „Mit badenIT und der Lösung aus
Asterisk Anlage und snom Endgeräten haben wir unser Ziel, komfortabler und
günstiger zu telefonieren, schnell und unbürokratisch erreicht.“ Ein
entscheidender Vorteil der neuen VoIP-Anlage: durch das IP-basierte
Firmennetz kann das Studentenwerk auch in Zukunft auf alle Veränderungen
und neuen Anforderungen flexibel reagieren. Nicht zuletzt die Anbindung
von Home Offices oder von Außenstellen ist dank VoIP-Telefonie jetzt sehr
viel einfacher als früher. „Das wird bei uns gerade relevant“, erklärt
Dieter Roß. „Bedingt durch Umzüge und Erweiterungen von Außenstellen
arbeiten wir gerade an einer neuen Konzeption, die das snom 370
einschließt. Das snom 370 ist nämlich in der Lage, eigenständig
VPN-Verbindungen aufzubauen. Das bedeutet, dass sich die Mitarbeiter in
den Außenstellen oder Home Offices so in das unternehmensinterne Netzwerk
einloggen können, als seien sie vor Ort. Die Perspektive ist, dass wir
unsere klassischen Telefonanschlüsse in den Außenstellen ganz kündigen und
auch die Telefonie dort nur noch über unser IP-Netz realisieren.“ Das snom
370 wird beim Studentenwerk Freiburg bereits erfolgreich getestet, fünf
oder sechs weitere Geräte sollen schon in naher Zukunft angeschafft
werden. Laut Dieter Roß geht der tatsächliche Bedarf aber in die Dutzende
– nämlich dann, wenn die Telefonie in den Außenstellen ganz mit snom
370ern und per Virtual Private Network realisiert wird. Angst vor großen
Kosten brauchen die Verantwortlichen bei solch einer Ausweitung ihrer
Telefonie jedenfalls nicht mehr zu haben: Durch seine moderne VoIP-Anlage
hat das Studentenwerk Freiburg eine Flexibilität gewonnen, wie sie bei der
alten, proprietären Technik undenkbar gewesen wäre.

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